Das längste für Spieler und Betreuer der SPG Walter Wels war beim Auswärtsspiel am Samstag in Innsbruck die sechsstündige Busfahrt hin und wieder zurück nach Wels. Das Spiel selbst in der Tiroler Landeshauptstadt war hingegen eine klare Sache für den Spitzenreiter aus Wels. Nach knapp 70 Minuten stand ein zu keiner Zeit gefährdeter 4:0 Sieg für die Oberösterreicher an der Anzeigetafel. Sowohl der Ungar Gabor Böhm, der an Stelle seines schon am Weg zur Olympiaqualifikation befindlichen Landsmannes Adam Szudi eingesetzt wurde, wie auch seine beiden Teamkollegen Andreas Levenko und Frane Kojic gewannen ihre Einzelpartien glatt mit 3:0. Einzig das abschließende Doppel, das Wels erstmalig in dieser Saison in der Besetzung Levenko/Kojic bestritt, war ein wenig umkämpfter, ging aber schlussendlich auch mit 3:2 an die Messestädter. „Ein Pflichtsieg gegen das bisher im Saisonverlauf noch sieglose Tiroler Team“, so Wels Trainer David Huber in einer Kurzanalyse nach dem Spiel. Im letzten Spiel im Grunddurchgang am Sonntag zu Hause gegen den Ligazweiten aus Wiener Neustadt merkte man bei den Hausherren schon ein bisschen, dass die Luft vielleicht auch bedingt durch die lange Hin und Rückfahrt am Vortag und dem Umstand, dass an der Tabellenführung nichts mehr zu rütteln war, draußen war. Der Welser Andy Levenko siegte zu Beginn nach der Papierform klar gegen den Wiener Neustädter Ersatzmann Tarek Al Samhoury mit 3:0.

Im folgenden Spiel gab es dann das gleiche Ergebnis nur mit anderen Vorzeichen. Der Welser Ersatzmann Gabor Böhm musste sich dem in der Rückrunde immer stärker spielenden jungen Niederösterreicher Felix Wetzel mit 0:3 geschlagen geben. Im eigentlichen Spitzenspiel an diesem Nachmittag verlor der Welser Frane Kojic gegen den starken tschechischen Ex Teamspieler Tomas Konecny seine bisher makellose Einzelbilanz. Kojic verlor im letzten Spiel des Grunddurchgangs sein erstes Einzel wenn auch knapp mit 1:3, wobei die Sätze 1 und 2 jeweils auf Unterschied mit 11:9 an den Wiener Neustädter gingen. Stark dann das Doppel auf Seiten der Hausherren Kojic/Levenko, die das an sich höher eingeschätzte Doppel Konecny/Wetzel klar mit 3:0 in die Knie zwangen, womit es zwischenzeitig 2:2 stand. In Spiel 5 bestätigte dann Felix Wetzel beim sicheren 3:0 Sieg gegen den Welser Levenko, dass er an diesem Nachmittag höchst motiviert war, wohingegen der Welser Levenko wohl schon in Gedanken beim Halbfinale gegen Salzburg war. Am Ende war dieser Patzer von Levenko kein echter Beinbruch. Wels Ersatzmann Gabor Böhm behielt im letzten Spiel gegen den Ersatzmann der Wiener Neustädter Al Samhoury einen kühlen Kopf und einen ruhigen Schläger und ging er nach starkem Kampf als 3:0 Sieger vom Tisch. Am Ende damit ein leistungsgerechtes 3:3 im formellen Spitzenspiel. „Ich bin froh, dass Gabor die Nerven behalten hat und seinen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir nun schon seit über einem Jahrzehnt in unserer Halle ungeschlagen sind“, so Wels Präsident Bernhard Humer. Im Halbfinale warten nun die heuer überraschend starken Salzburger, die sich mit einem Sieg in Oberwart Rang 4 nach dem Grunddurchgang sicherten. Die Spieltermine zum Halbfinale findet man hier.