Nach dem Gewinn des Cuptitels Anfang September in Salzburg, wo man das Team von Stockerau noch sicher mit 3:1 im Finale bezwang und fünf Siegen in Folge in der heimischen Bundesliga, wurde am Sonntag der Erfolgslauf der Waltermannen im Sportzentrum an der Alten Au von den Heimischen, dem UTTC Stockerau, leider gestoppt. Während die Spieler der SPG Walter Wels nicht unbedingt ihren besten Tag erwischten und daneben noch etliche Chancen auf den Sieg oder zumindest ein Unentschieden vergeigten, zeigten die Hausherren eine mannschaftliche sehr geschlossene Leistung und hatten sie teilweise auch das nötige Quäntchen Glück des Tüchtigen an ihrer Seite beim knappen 4:2 Erfolg.

Leider sehr schwach waren die beiden Schiedsrichter gerade in entscheidenden Spielphasen, wobei das nicht den Ausschlag gab. Schon zum Auftakt konnte Andreas Levenko im Spiel gegen das große Nachwuchstalent der Hausherren Kolodziejczk nicht an seine bisherigen Leistungen im Saisonverlauf anknüpfen. Levenko lief gleich einem 2:0 Satzrückstand nach, gewann zwar die Sätze 3 und 4 in überzeugender Art, hatte aber im entscheidenden 5. Satz auch ein wenig Pech bei zwei Kantenbällen seines Kontrahenten und verlor er diesen Satz hauchdünn mit 9:11. In Spiel 2 gelang dann einem an diesem Nachmittag stark spielenden Frane Kojic gegen Altmeister Chen Weixing mit einem umkämpften 3:1 der Spielausgleich zum 1:1 für Wels. Leider wurden die Messestädter dadurch nicht wirklich wachgerüttelt. Adam Szudi, der bisher alle seine Einzelpartien in der Liga gewonnen hatte, musste sich gegen den Ukrainer Didukh mit 1:3 geschlagen geben, wie auch im Doppel an der Seite von Frane Kojic beim 1:3 gegen die Stockerau Paarung Didukh/Kolodziejczk. Im Doppel waren es einige wenige Bälle die zugunsten der Heimischen den Ausschlag gaben. Damit stand Cupsieger und Tabellenführer Walter Wels schon mit dem Rücken zur Wand um zumindest noch ein Unentschieden mitzunehmen. Frane Kojic konnte in Spiel 5 gegen den jungen Kolodziejczk dem Druck Stand halten und bezwang ihn mit 3:0 in Sätzen, dabei beeindruckend Satz 3 mit 11:0 für Kojic. Damit musste Spiel 6 die Entscheidung über das Unentschieden oder doch den Sieg für Stockerau bringen. Dabei standen sich Andreas Levenko für Wels und Altmeister Chen Weixing gegenüber. Zunächst sah alles nach einem Sieg für den Teamspieler von Wels aus. Levenko ging mit 2:0 in Sätzen in Führung. Der alte Fuchs Chen wollte sich aber noch nicht geschlagen geben, stellte sein System komplett um und so stellte er den Satzausgleich zum 2:2 her. Damit ging dieses Spiel in den Entscheidungssatz wo zu Beginn alles für Levenko sprach, der schon 6:0 führte, dann aber irgendwie völlig außer Tritt kam. Chen machte Punkt um Punkt und fixierte er am Ende hauchdünn mit 11:9 den Sieg für Stockerau.

„Levi hat alles gegeben und für uns im bisherigen Saisonverlauf tolle Partien abgeliefert und maßgeblich zum Cuperfolg beigetragen, da sind Leistungsschwankungen immer mal drinnen“, so Wels Trainer David Huber nach dem Match. Auch der mitgereiste Wels Präsident Bernhard Humer machte seinen Spielern keinerlei Vorwurf. „Wir gewinnen und verlieren als Mannschaft und Tage wie am Sonntag gibt es immer wieder im Sport“, so Humer. Abgerechnet wird immer noch am Ende der Saison, da wollen die Waltermannen den Pott zum dritten Mal nach Wels holen.