Am kommenden Sonntag, dem 25. Oktober, findet im Sportzentrum Alte Au in Stockerau in der heimischen Bundesliga das Schlagerspiel zwischen den Hausherren und aktuell Tabellenzweiten UTTC Stockerau und den nach fünf Runden nach wie vor ungeschlagenen Gästen der SPG Walter Wels statt. Trotz des Schlagerspiels findet das Match auf Grund der in Niederösterreich geltenden Covid-19 Bestimmungen ohne Publikum statt und wird damit zu einem „Geisterspiel“ im heimischen Tischtennis. Für die Welser könnte dies insofern einen gewissen Vorteil haben, da man ohne Publikum eigentlich von keinem wirklichen Auswärtsspiel sondern eher einer Partie auf „neutralem Boden“ sprechen kann.

Zur Ausgangssituation selbst vor dem Spiel ist zu sagen, dass die Welser, welche schon beim Cup-Finale Anfang September in Salzburg im Finale die Hausherren aus Niederösterreich mit 3:1 bezwangen, in der leichten Favoritenrolle zu sehen sind. Dessen ungeachtet ist für die Welser gerade die sehr kleine Sporthalle an der alten Au in Stockerau immer ein heiß umkämpftes Pflaster. Im Jänner dieses Jahres mussten die Messestädter eine schmerzliche 0:4 Niederlage hinnehmen, wobei damals alle Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischten, so Wels Trainer David Huber im Rückblick. Nach dem bisherigen Saisonverlauf strotzen die Gäste aber vor Selbstvertrauen und haben sie mit der Verpflichtung des österreichischen Nationalteamspielers Andreas Levenko einen wahren Glücksgriff gemacht. Der erst 21-jährige Levenko ist im bisherigen Saisonverlauf in seinen Einzelspielen noch ungeschlagen und entwickelt sich an der Seite seiner Kollegen Adam Szudi und Frane Kojic immer mehr zu einem Leistungsträger. Andreas hat seine „Flegeljahre“ hinter sich gelassen und sich mehr und mehr zu einem gereiften und variantenreichen Spieler entwickelt, streut Wels Boss Bernhard Humer seinem Schützling Rosen. Wichtig im Spiel am Sonntag wird sein, Altmeister Chen Weixing in den Griff zu bekommen, der gerade zuhause trotz seines Alters immer wieder zur Höchstform aufläuft. Vorbereiten werden sich die Welser, schon wie vor dem Match gegen Oberwart, in Wien in der Trainingshalle des Vaters von Wels Spieler Julian Rzihauschek. Die Familie Rzihauschek, welche in Wien eine große Erwerbsgärtnerei betreiben sind allesamt Tischtennisverrückte und müssen wir uns dafür ausdrücklich bedanken, dass wir bei ihnen auch für unsere Bundesligamannschaft immer optimalste Vorbereitungsmöglichkeiten haben. „Wenn es die Zeit am Abend zulässt werde ich sicher mit dem Karl (Anm. Vater von Julian Rzihauschek) auf ein gemütliches Abendessen gehen“, so Wels Präsident Humer.