Das Heimspiel am Sonntagnachmittag zu Hause gegen den Tabellenvorletzten aus Baden war für die Spieler des aktuellen Tabellenführers der SPG Walter Wels (die Gastgeber hielten vor dem Spiel bei 11 Siegen aus 11 Spielen) trotz der nominellen Ausgangslage kein gewöhnliches. Mit einem Sieg hatten es die Messestädter am Schläger ein wenig Sportgeschichte zu schreiben, nämlich den 30. Erfolg in Serie in der heimischen Tischtennisbundesliga im Grunddurchgang einzufahren. Trotz des Ausfalls von Dominique Plattner, der schon am Freitag wegen einer akuten Grippe absagen musste und für den der junge ungarische U 21 Spieler Gabor Böhm erstmals an die Platte trat, zeigten die Welser Tischtennisherren eine geschlossene Mannschaftsleistung. Der belgische Jungnationalspieler der von seinem Fanclub aus Antwerpen begleitet wurde, der auch für gute Stimmung in der Halle sorgte, gewann seine beiden Einzelpartien jeweils glatt mit 3:0, wobei er gerade in Spiel 2 gegen die Nummer 1 von Baden Erik Clod über weite Strecken der Partie zu überzeugen vermochte. Der Serbe Zsolt Petö im Dress von Wels hatte beim 3:0 Erfolg gegen den Badener Kapolnek ebenfalls nur wenig Mühe und wurde dabei nie wirklich gefordert.

Das Doppel zum zweiten Mal in der laufenden Meisterschaft in der Besetzung Petö/Devos gab beim 3:1 Erfolg auch nur einen Satz ab, wobei dies nicht an der Stärke der Gäste, sondern einer kurzfristigen Schwächephase der Heimischen geschuldet war. Auch der junge Ungar Gabor Böhm vermochte trotz seiner 1:3 Niederlage gegen Erik Clod die Fans in der Halle über weite Strecken des Spiels zu begeistern. „Gabor hat sehr beherzt und engagiert gespielt und für die Zukunft aufgezeigt“, so Wels Trainer David Huber über seinen jungen Schützling. Böhm erfuhr im Übrigen erst am Samstagvormittag über seinen Einsatz.

„Mit diesem Erfolg haben wir wieder eine Duftmarke gesetzt und auch ein bisschen Sportgeschichte für unsere Heimatstadt geschrieben“, so Wels Boss Bernhard Humer, der gemeinsam mit dem Funktionärsteam und Co-Präsident Peter Csar den Spielern und Betreuer David Huber eine große Sachertorte mit den Namen aller Spieler die zu diesen Erfolgen in den letzten fast zwei Jahren beitrugen überreichte. „Die Torte war dann schneller verzehrt als das Spiel dauerte“, so Humer mit einem Schmunzeln, aber so ist es halt einmal mit dem „Süßen“. Da Kapfenberg zu Hause gegen die SPG Linz verlor, schmeckte der Sieg natürlich doppelt gut. „Das Spiel am 17. Februar im Max-Center gegen die SPG Linz wird damit ein echter Kracher“, so Obmann Gerhard Demelbauer.