Was im Bowling ein Strike ist, nämlich, dass man mit der Kugel alle zehn Pins abräumt, gelang den Welser Tischtennisherren am Sonntagnachmittag beim 4:1 Sieg zuhause gegen Innsbruck. Im zehnten Spiel im laufenden Grunddurchgang feierten die Welser den 10. Sieg in Folge, so nebenbei der 28. Sieg in einem Spiel im Grunddurchgang. Die letzte Niederlage der Welser datiert schon lange her, nämlich aus dem Mai 2016. Zum Spiel selbst gegen den Nachzügler aus Tirol ist aus Sicht der Heimischen kurz zu sagen, dass sich Dominique Plattner in seiner Partie gegen den Tiroler Stefan Leitgeb in überragender Form zeigte, diesen glatt mit 3:0 von der Platte fegte und somit grimmig Revanche für seine letzte Niederlage gegen den Innsbrucker nahm. Auch im Doppel war Plattner mit seinem Partner Zsolt Petö gegen das Gästedoppel Gardos/Leitgeb der aktivste Mann an der Platte und trug maßgeblich zum 3:1 Erfolg bei, was gleichbedeutend ist, dass das Welser Doppel weiterhin die weiße Weste behält.

Stark zeigte sich auch der Belgier Robin Devos, der sowohl sein Auftaktspiel gegen Christoph Meier glatt mit 3:0 gewann, wie auch sein zweites Match gegen Kristian Gardos mit 3:1 ins Trockene brachte, wobei er in Satz 2 sogar zwei Satzbälle vergab und die Partie eigentlich schon früher hätte beendet sein können.

Im Spiel gegen Innsbruck setzten die Hausherren erstmals den 19-jährigen oberösterreichischen Nachwuchsspieler Christian Friedrich ein, der trotz seiner 0:3 Niederlage gegen Kristian Gardos über weite Strecken zu gefallen wusste. In Satz 1 hielt der junge Oberösterreicher bis 8:8 gut mit und in Satz 2 hatte er sogar zwei Satzbälle, wobei es ihm in den entscheidenden Momenten, was aber kein Vorwurf sein soll, noch an der nötigen Routine mangelt. „Christian Friedrich zeigte aber, dass er durchaus Potential für mehr hat“, so Obmann Gerhard Demelbauer, der plant, Friedrich noch in ein oder zwei Spiele gegen „schwächere Teams“ eine Einsatzchance zu geben. „Dadurch, dass wir während der Partie immer noch einen arrivierten Spieler nachziehen können, vergeben wir uns dabei nicht viel“, so Demelbauer. Nebst dem eigenen Erfolg hatten die Welser doppelten Grund zu Freude, ließ doch Ligamitfavorit Stockerau beim 3:3 in Oberwart wichtige Punkte. Die Welser konnten damit ihre Führung weiter ausbauen.

Zeit zum Verschnaufen gibt es jedoch nicht, steht schon am kommenden Sonntag, den 28. Jänner 2018, das Derby im Donaumarkt Mauthausen am Programm.